Zwei Hände halten ein SOMO und ein von Hand gewickeltes Lightshade in Türkis und Creme, noch getrennt

Stories ·

Teilen

Draht, Stoff, Sonne – wie das Lightshade entstand

Ein Gestell aus Draht, ein Cover aus Shweshwe, ein Korken, das SOMO obendrauf: So wird aus einer Flasche eine Tischlampe. Sechs Monate von der Idee bis zum fertigen Lightshade – und was wir dabei gelernt haben.

Die Frage, die wir uns bei jedem Produkt stellen

Bei Sonnenglas® fragen wir uns bei jedem Produkt dasselbe: Wie machen wir etwas, das für alle etwas Gutes tut? Für den Planeten. Für die Menschen, die es herstellen. Und für dich.

Das Lightshade ist unsere jüngste Antwort darauf. Es ist ein Lampenschirm, den du auf fast jede Flasche steckst. Oben sitzt das SOMO, unser Solarlicht. Tagsüber lädt es in der Sonne, abends leuchtet es durch den Stoff. SOMO, Lightshade, eine Flasche – fertig ist die solarbetriebene Tischlampe.

Was am Ende einfach aussieht, war eine Reise von sechs Monaten, von der Idee bis zur Umsetzung. Und wie so oft steckt gerade in den Dingen, die einfach wirken, unglaublich viel Liebe zum Detail.

Wo Sonnenglas angefangen hat: gebogener Draht

Sonnenglas war immer mit Drahtbiegekunst verbunden. Bei den ersten Sonnengläsern war der Draht vollständig von Hand gebogen. Diese Kunst wollten wir weiterbringen.

Die Idee für das Lightshade kam aus einem ganz praktischen Wunsch: Arbeit zu finden für die vielen Drahtbiegekünstler, die es hier vor Ort gibt. Wir suchen immer nach Produkten, mit denen wir die Fertigkeiten von Menschen in Afrika weiterentwickeln können. Handwerk, technisches Verständnis – und neue Dinge, die unser Team in der Fabrik lernen kann.

Ein Lampenschirm passt dazu. Sein Gestell lässt sich vollständig von Hand biegen, und es verlangt viel Präzision. Genau das wollten wir.

Eine Lücke

Gleichzeitig fiel uns etwas auf. Tischlampen in der Form eines klassischen Lampenschirms, die man auflädt, waren beliebt. Die meisten waren Akku-Lampen aus Plastik, und die fanden wir schrecklich. Also haben wir das Konzept aufgegriffen, um etwas Handwerkliches und Traditionelles daraus zu machen: den Lampenschirm der Moderne, solarbetrieben.

Wir hatten aber schon das SOMO: ein Solarlicht, das in die Sonnenlaterne passt, in die Lichtkaraffe und ins Adventure Mount. Also haben wir uns gefragt, was wir um das SOMO herum bauen können. Etwas, das lange hält, das man verändern kann und das zum Sonnensystem gehört. Im Lauf der Entwicklung haben wir gemerkt: Das Lightshade erfüllt alle unsere Ziele auf einmal.

Prototypen auf dem Tisch

Am Anfang standen zwei Ideen gegeneinander. Bei der einen sitzt das SOMO oben auf dem Schirm. Bei der anderen ist es im Schirm versenkt.

Wir dachten, die versenkte Variante sieht schöner aus. Das tat sie auch. Aber das SOMO ließ sich nur schwer wieder herausnehmen, und das Drahtgestell wurde viel komplizierter.

Die Variante mit dem SOMO obendrauf hatte dafür eine Überraschung: Der Stoff bildet oben einen weichen Rand, in den das SOMO einrastet. Es hält sich dort von selbst. Das fühlt sich sehr gut an. Wir haben uns dafür entschieden.

Strichzeichnung des Lightshade-Gestells: ein kleiner Drahtring oben, ein großer unten, dazwischen die Streben und in der Mitte die Halterung für den Korken
Die Form: der klassische Lampenschirm.

Dann die Streben. Wir haben fünf und sechs getestet. Mit sechs wirkt der Schirm runder, also wurden es sechs. Auch beim Draht haben wir getestet, bis die Stärke stimmte.

Beim Stoff hat uns Shweshwe sofort überzeugt. Er hat genau die richtige Lichtdurchlässigkeit. Ein Futter aus Papier, wie es viele Lampenschirme haben, brauchen wir nicht: Unser Licht scheint nicht wie eine Glühbirne von unten nach oben, ein Futter würde nur zu viel Licht zurückwerfen. Und am besten funktionierte ein Cover mit Gummiband. So kannst du es selbst ganz leicht wechseln.

Der Flaschenverschluss sollte nicht unter dem Schirm hervorstehen, und er sollte sich abschrauben lassen. Heute ist es ein Korken. Dahinter sitzt ein Standardgewinde, damit du das Lightshade auch anders einsetzen kannst.

Schweißen lernen

Das Gestell ist aus Edelstahldraht. Wir biegen es von Hand, und wir schweißen es vollständig von Hand. Danach wird es pulverbeschichtet. Die Idee dazu kam schon bei den Prototypen: In Weiß fallen die Streben weniger auf.

Dafür haben wir in zwei Schweißgeräte investiert und ein Team aus unserer Fabrik im Schweißen angeleitet. Es braucht sehr viel Präzision und Training, bis man so genau schweißt, wie dieses Produkt es verlangt.

Ein weiß pulverbeschichtetes Lightshade-Gestell aus Draht mit Korken, aufgesteckt auf den Hals einer leeren Glasflasche
Handgeschweißtes Lightshade-Gestell. Edelstahl, pulverbeschichtet. Mit abnehmbarem Korken.

Shweshwe – gelasert und genäht

Für die Swapcover arbeiten wir mit traditionellem Shweshwe aus Südafrika, dem bedruckten Baumwollstoff des Landes. Er kommt von Da Gama Textiles, dem letzten verbliebenen Hersteller von originalem Shweshwe in Südafrika.

In unserer Fabrik in Johannesburg schneiden wir den Stoff mit einem Lasercutter zu, den wir eigens dafür angeschafft haben. Dann wird genäht. Auch dafür haben wir in Nähmaschinen investiert, und wir bringen Kolleginnen und Kollegen das Nähen bei: Handwerk, Geschick, Genauigkeit.

Eine Frau lächelt bei der Arbeit an blau gemustertem Shweshwe-Stoff, im Hintergrund Regale mit Kartons
Ein Swapcover entsteht, in unserer Fabrik in Victoria Yards.
Hände in blauen Handschuhen ziehen an der Werkbank ein blau gemustertes Cover zurecht, daneben eine Maschine

Die kleinen Teile

Der Sonnenglas-Magnetschalter ist auch beim Lightshade dabei. Bei den Prototypen hatten wir zwei Ideen: einen ganz kurzen Schalter, der immer auf dem SOMO liegt, oder einen längeren, der frei hängt. Klar war von Anfang an: Er soll sichtbar sein, ein eigenes Gestaltungselement, aus einem anderen Material als der Schirm.

Wir haben einen Weg gefunden, ihn ins Cover zu integrieren: Du legst den Bügel um, das Licht geht an, und der Tag/Nacht-Sensor des SOMO wird aktiv.

Gefasst ist der Schalter in ein Stück Leder, das wir in feiner Handarbeit anbringen. Nur wollten wir kein echtes Leder verwenden. Gefunden haben wir ein Leder, das aus Kaktus hergestellt wird, in Zusammenarbeit mit einer Firma aus Italien. Es sieht täuschend echt aus und hat dieselben Eigenschaften wie Leder. Mit dem Sonnenglas-Logo darauf sieht es einfach schön aus. Damit das Logo hineinkommt, haben wir eine Maschine gekauft, die es ins Material prägt.

Nahaufnahme eines Lightshades aus gelb, blau und lila gewickeltem Baumwollgarn, oben ein Stück Kaktusleder mit geprägtem Sonnenglas-Logo
Kaktusleder mit geprägtem Logo.

Unten im Gestell sitzt der Korken. Er kommt von unserem Partner aus Portugal und passt in fast jeden Flaschenhals: Weinflasche, Wasserflasche, schmale Vase.

Tauschen oder behalten

Wie alles im Sonnensystem ist das Lightshade modular. Gestell und Cover sind getrennt. Das Gestell bleibt, der Look kann sich ändern. Das Swapcover ziehst du über den Rahmen, zur Jahreszeit, zum Zimmer, zur Laune. Weitere Swapcover gibt es einzeln.

Vier Flaschen nebeneinander, jede mit einem leuchtenden Lightshade in einem anderen Muster, vor dunklem Hintergrund
Vier Flaschen, vier Cover.

Und dann gibt es die Unwoven Collection, unsere Artisan Edition beim Lightshade. Hier gibt es kein Swapcover. Baumwollgarn wird von Hand direkt um das Gestell gewickelt, Bahn neben Bahn, in mehrstündiger Arbeit. Tauschen kann man hier nichts. Dafür ist jedes Stück ein Unikat, und weil alles von Hand entsteht, kann das Muster leicht abweichen.

Nahaufnahme eines rot gewickelten Unwoven-Lightshades auf einer Glasflasche, das Licht scheint warm durch das Garn
Unwoven: Baumwolle, von Hand um das Gestell gewickelt.

Was wir gelernt haben

Mit dem Lightshade hat unser Team neue Fertigkeiten aufgebaut: Draht biegen, präzise schweißen, Stoff lasern und nähen, Leder verarbeiten und prägen. Für ein einziges Produkt ist das viel. Für uns ist genau das der Punkt.

Wir glauben, dass gutes Design auch damit zu tun hat, wie etwas hergestellt wird – nicht nur damit, wie es am Ende aussieht oder funktioniert. Bei Sonnenglas gehört zum Designprozess immer die Frage: Wie kann es mit positivem Impact hergestellt werden? Das ist für uns gutes Design.

Dutzende leuchtende Lightshades auf Flaschen und Lichtkaraffen auf einem langen Holztisch in einem dunklen Raum

So entsteht ein neues Sonnenglas-Produkt, das die Welt für alle ein Stückchen heller macht. Von Hand gefertigt in unserer Fabrik in Johannesburg, die fast vollständig mit Solarstrom läuft.

Social Impact by Design. Proudly Made in Africa.

Passt gut dazu

Bleib im Licht

Neues aus dem Sonnenglas-Sonnensystem — ein paar Mal im Jahr, ehrlich und kurz.

Abmelden jederzeit mit einem Klick. Datenschutz